Varwick Wettbewerbe

Tectum Caritas

Städtebauliche Integration

Die Bebauung des vorgegebenen Grundstücks ist im Wesentlichen von zwei sehr unterschiedlichen Bauweisen umgeben: Im Süd-Süd-Westen befinden sich eine dreigeschossig angrenzende Flachdach-Wohnbebauung sowie das ca. 13 m traufhohe, mächtige Gebäude der Johannes-Klinik. Nach Norden grenzt ein Wohngebiet mit klassischen Einfamilienhäusern an. Das geplante zweigeschossige Gebäude, als Flachdach ausgebildet,staffelt sich zur Einfamilienhausbebauung hin eingeschossig ab und nutzt das Grundstück einschließlich Terrassen und direkter Zuwege. Die vorgegeben Grünflächen im Norden und im Osten entlang bleiben unbebaut. Sie werden zum Schutz vor Immission an der Billerbecker Straße und zur Gartengestaltung, z. B. eines Sinnesgartens im Nord-Osten, genutzt.

Nutzungskonzept

… Wohngruppen … Tagesstruktur … Gemeinschafts-, Verwaltungsbereich … begrünter Außenbereich … geplante Stellplätze neue Verkehrsführung … vorh. und umstrukturierte Stellplätze. Der Garten ist durch die teilweise bestehende Bepflanzung vor Lärm, Scheinwerferlicht, Staub oder auch ungewünschte Einblicke geschützt. Er ist schwellenlos ausgebildet und gut erreichbar. Eine barrierefreie Anbindung von außen für zusätzliche Abstellmöglichkeiten (z. B. Gartenmöbel, Bewohnerabstellfläche) oder auch für einen Fitnessraum könnte hier verwirklicht werden. Vor dem Haupteingang entsteht durch die Umgestaltung der Stellplatzreihe entlang der Privatstraße eine verkehrsberuhigte Vorfahrt zum Haupteingang. Ein ebenerdiger, barrierefreier Zugang ist gewährleistet.

„Wohnen wie zuhause, mit den Vorteilen eines Betreuten Wohnens in der Gemeinschaft”

Dieser Grundsatz wird im Wesentlichen mit folgenden Mitteln erreicht: Vom Haupteingang über eine „eigene Wohnungstür mit Klingel“ gelangt man in die drei Wohngruppen. Ein gestalteter Patio im Erdgeschoss bringt Tageslicht in die innenliegenden Flure. Der Wohnbereich (Essen-Küche-Wohnen) ist geräumig gestaltet und bietet genügend Bewegungsfreiheit für die Bewohner. Das private und extrem lichtoffene Zentrum ist als Wohlfühlbereich geplant, in dem gerne verweilt wird. Die vorgelagerte Terrasse ist barrierefrei und liegt wunderschön geschützt. Die beiden geforderten Pflegebäder sind mittig im EG und OG konzipiert und können im Obergeschoss beidseitig, jeweils innerhalb der eigenen Wohngruppe zugänglich genutzt werden. Die Pflegebäder sowie der „Snoezelraum“ werden über Oberlichter zum „Patio“ natürlich belichtet und belüftet. Die Funktionsräume HWR und der Ausgussraum sind separat für jede Gruppe geplant, um die eigenständige Haushaltsführung je Gruppe zu ermöglichen.

Gestaltung der Bewohnerzimmer

Sämtliche Bewohnerzimmer sind nach Osten, Süden, bzw. Westen ausgerichtet, die reine Nordlage wurde vermieden. Außerdem sind sämtliche WC/Duschen der Bewohnerzimmer und die Wohnflure durch Fenster zur natürlichen Belichtung und Belüftung hell und freundlich gestaltet. Als Option können zwei Einzelzimmer zu einem kleinen Appartement für zwei Personen umgestaltet werden.

St. Lambertus Ochtrup

Entwurfsgedanke

Der eingeschossige, mit Satteldach versehene Klinkerbau des Neubau präsentiert sich in Ausrichtung, Kubatur und Materialität in Anlehnung an das bestehende Pfarrheim.
Die Gebäude bilden so eine Einheit und fassen die beiden Grundstücke zu einem Areal zusammen. Die unterschiedlichen Funktionen der Gebäude werden durch den modernen, neuinterpretierten Baukörper deutlich.

Erscheinung

Sowohl Dachneigung, First- und Traufhöhen wie auch die giebelseitige, parallele Ausrichtung wurden vom Altbau aufgenommen.
Konstruktive Ausbauten, wie die Schlepp- und Giebelgauben sowie der traufseitige Giebelanbau des Pfarrheims, finden sich im Neubau in modernen Flachdachvarianten wieder.
Die Sandsteinumrahmungen der Sprossenfenster bekommen auf der repräsentativen Nord- und Westseite des Neubaus zum Teil eine neue Funktion als Eingangsportal mit Überdachung.
Der dunkelverputzte, eingeschossige Flachdachanbau erstreckt sich auf der Westseite nördlich bis auf Höhe des Altbaus mit 6 m Abstand zu diesem. Die Einheit beider Gebäude wird durch den so entstehenden Vorplatz noch einmal betont.

Anordnung des Raumprogramms

Der öffentliche Eingang zur Verwaltung befindet sich auf der Nordseite mit einem überdachten Portal und Windfang. Der Eingangsbereich fungiert als Knotenpunkt. Der Empfang mit Frontoffice, der Wartebereich, der Gebetsraum und die hellen und verglasten Flure zu den öffentlichen und bürointernen Bereichen sind unmittelbar begehbar.
Das Arbeitszimmer und die Wohnung des Pfarrers befinden sich auf der Südseite des Anbaus. Durch die L-förmige Anordnung entsteht Raum für den privaten Garten. Die mögliche interne Verbindung wie auch ein separater Eingang von der Ostseite ermöglichen den Zugang zur Wohnung.
Ein zweiter Eingang auf der Ostseite erschließt einen Nebeneingang zu den Verwaltungsräumen sowie den Treppenaufgang zum Dachgeschoss. Hier befinden sich eine Wohnung für den zweiten Priester mit Dachterrasse, ein dienstliches Gästezimmer, ein Gäste-Appartement sowie die Archiv- und Abstellräume der Verwaltung. Diese sind durch den nicht ausgebauten Spitzbodenbereich mit einer internen Treppe erweiterbar.

Sekundarschule Rheine

Aufgabenstellung:

Die vorhandene Struktur der Fürstenberg-Realschule sollte mit einem neuen Konzept zu einer Sekundarschule an- und umgebaut werden. Besonderes Augenmerk lag darin, den An- und Umbau während des laufenden Schulbetriebes möglichst störungsfrei einzuplanen.

Vitales Wohnen am Schlossgarten

Entwurf

Das Areal wurde mit unterschiedlichen Wohneinheiten / Wohnformen gegliedert in:

  • Rund 800 qm Wohnfläche mit unterschiedlichen Wohnungsgrößen und -zuschnitten nach den Kriterien des Qualitätssiegels für Betreutes Wohnen NRW.
  • Weitere 350 bis 400 qm (erdgeschossig) ebenfalls als Betreutes Wohnen oder modular wechselbar für Arztpraxen, Pflegedienst, Cafe etc.
  • Ca. 500 qm hochwertige Eigentumswohnungen, barrierefrei mit unterschiedlichen Wohnflächen.

Beschreibung

Die Wohneinheiten bilden ein für sich abgeschlossenes Arrangement, an das sich die hochwertigen Eigentumswohnungen als eigenständige Einheit angliedern. Hier soll Familien stadtnahes Wohnen ermöglicht werden.

Die Bebauung ist als integrative Bebauung geplant, die die Verbindung zwischen Jung und Alt und unter Umständen die gewerblichen bzw. praxisgenutzten Möglichkeiten vorsieht. Dennoch sind ausreichend Rückzugsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Bewohner mit eingeplant.

Hohe Bedeutung hat ein zwar aufgelöster, aber dennoch in sich geschlossener Grünanteil, der trotz der vorhandenen Bebauung einen „schlossgartenähnlichen“ Charakter erhalten wird. Wir haben die Gebäude kostenorientiert und zeitgemäß entworfen, unter Berücksichtigung von Ästhetik und Wirtschaftlichkeit. Das Objekt fügt sich feingliederig und harmonisch in die Umgebungsbebauung, auf die Qualität der späteren Bewohnbarkeit wurde erwähnenswerter Wert gelegt.

Camphill Dorfgemeinschaft Sellen

Aufgabenstellung
Für die Camphill Dorfgemeinschaft Sellen, einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft mit erwachsenen behinderten Menschen, sollte nach anthroposophischen Grundsätzen unter Berücksichtigung der Anforderungen aus dem Wohn- und Teilhabegesetz der Neubau von 2 Wohneinheiten für je 6 Bewohner geplant werden.

Beschreibung
Kernstück des Gebäudes bilden die unmittelbar an den hellen, freundlichen Empfangsbereich grenzenden drei Aufenthaltsräume für die Bereiche stationäre Pflege, Tagesstruktur sowie Wohnbereich, welche sich je nach Bedarf auch miteinander verbinden lassen. Des Weiteren befinden sich im Erdgeschoss 3 und weitere 4 Wohnungen im Obergeschoss. Im Östlichen Flurbereich befinden sich die Einzelzimmer für den stationären Pflegebereich. Die geplante Wohnanlage ist integrativ gestaltet. Insbesondere sind die Bewohnerzimmer und Wohnungen klar strukturiert, damit sich die Bewohner gut orientieren können und dadurch an Stabilität und Sicherheit gewinnen. Die technische Ausstattung ist ganz nach ökologischen und energetischen Aspekten ausgerichtet. U.a. ist der kompakte Baukörper mit hochwärmegedämmten Fassadenplatten, großflächiger Wärmeschutzverglasung in den Aufenthaltsräumen, Baustoffen aus Naturmaterialien sowie Wärmepumpenanlage, Regenwassernutzung und Dachbegrünung ausgestattet.

Pfarrhaus St. Nikomedes

Aufgabenstellung:
Aufgabe des Verfahrens war die Planung eines neuen Pfarrzentrums für die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Nepomuk in Steinfurt-Burgsteinfurt, am Standort des vorhandenen Gebäudekomplexes.

Beschreibung:
Aufgrund der örtlichen Begebenheiten, der Anordnung der Kirche, des Pastorats sowie der alten Schule ergab sich von Beginn an eine trichterartige Platzsituation. Bei unserem Entwurf haben wir nun Wert darauf gelegt, die Sichtachsen der Gebäude beizubehalten. Um das vorgegebene Raumprogramm sauber lösen zu können und im gleichen Atemzug die Höhenentwicklung zurückzunehmen, entschlossen wir uns das neue Gemeindezentrum mit 2 Gebäuden zu gestalten. Das an der nördlichen Seite zum Schüttenwall gelegene Haupthaus haben wir mit sehr flexiblen Räumlichkeiten geplant. Im EG sind ein großzügiges Foyer, ein kleiner Saal, ein großer Saal sowie ein Gruppenraum mit einem mobilen Trennwandsystem so ausgestattet, dass vielfältige Variationen der Nutzung (von Chorproben bis hin zu Pfarrfesten) entstehen könnten. Das zweite Gebäude sollte als Jugendhaus genutzt werden und ermöglicht durch seine südliche Lage weiterhin den Blick auf das Kirchenportal. Die hier skizzierte Struktur gäbe der Burgsteinfurter Pfarrgemeinde für die nächsten Jahrzehnte vielfältige Möglichkeiten der Entwicklung, des gemeinsamen Lebens und Erlebens des täglichen Miteinanders in den einzelnen Gruppen. Beide Gebäude sollten sich in die vorhandene Struktur eingliedern und sich somit von den bereits vorhandenen Gebäuden auch bezüglich der Materialwahl nicht abheben.

Neubau Hospiz Datteln

Aufgabenstellung
Aufgabe dieses Verfahren war es, ein städtebauliches und funktionales Konzept zum Neubau des Elisabeth-Hospiz für 8 Bewohner in Datteln zu erstellen. Die Herausforderung des Entwurf lag darin, sensibel auf die besonderen Lebensumstände der Menschen einzugehen und ein besonders Zuhause für die letzte Lebensphase zu finden.

Beschreibung
Die örtlichen Begebenheiten erlaubten eine 2-geschossige Bebauung, welche selbstverständlich barrierefrei und rollstuhlgerecht geplant wurde. Unser oberstes Ziel war es nun, den Bewohnern eine besondere Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich zuhause fühlen könnten. Im EG befinden sich ein Wohnzimmer sowie Küche und Essbereich für Personal und Bewohner. Der Raum der Stille wird über den ruhigen, begrünten Flurbereich erschlossen. Die zur Morgensonne hin ausgerichteten Bewohnerzimmer im OG sind geräumig und durch die großzügige Verglasung sehr hell und freundlich gestaltet. Ferner bieten sie genügend Platz für Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeiten. Die Pflegeräumlichkeiten sind funktional und gut erreichbar an der nördlichen Seite geplant. In Anlehnung an die bereits vorhandene Bebauung sind die Außenwände in Putz vorgesehen. Große Glasflächen sorgen für ein freundliches, angenehmes Ambiente.